1,8 Milliarden Bäume werden gepflanzt! Die trockenste Wüste der Welt hat ermutigende Veränderungen erlebt und wird grüner.
Wenn man von der berühmten Sahara spricht, dürfte sie wohl den meisten Menschen ein Begriff sein. Die Sahara ist die größte Wüste der Welt und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als neun Millionen Quadratkilometern. Sie ist etwa 4.800 Kilometer lang und 1.800 Kilometer breit und damit 27 Mal so groß wie die Taklamakan-Wüste in China. Allein der Gedanke daran ist schon erschreckend.
Die Sahara liegt in Nordafrika und weist die weltweit extremsten klimatischen Bedingungen auf. Sie ist geprägt von anhaltenden Dürren und hohen Temperaturen, die zeitweise sogar 57,7 °C erreichen können. Auf Satellitenbildern erscheint der nördliche Teil der Sahara rotbraun und gilt als der lebensfeindlichste Ort der Erde. Sie ist die trockenste Wüste der Welt.

Viele Menschen glauben, die endlose Sahara bestünde nur aus unerschöpflichem goldenem Sand und sengender Sonne, und der Bau eines Solarkraftwerks sei eine gute Idee, da es scheinbar nichts anderes gäbe. Man könnte die Ödnis und Tragik der Wüste mit Worten wie karg, leblos, öde und still beschreiben. Doch dem ist nicht so. Die westliche Sahara hat sich erfreulicherweise gewandelt: Ein Gebiet von rund 1,3 Millionen Quadratkilometern Wüste ist heute von Bäumen und Bergen bedeckt.
Im Jahr 2020 schlossen sich Forscher der Universität Kopenhagen in Dänemark und der NASA in den USA zu einem internationalen Team zusammen, um Feldstudien zur Umwelt in Westafrika durchzuführen. Sie stellten erstaunt fest, dass die Sahelzone und die semihumiden Gebiete einen beträchtlichen Baumbestand aufwiesen. Die Bäume standen nur wenige Meter voneinander entfernt, und würde sich die Baumdichte verdoppeln, könnte ein riesiger Wald entstehen.
Diese neue Entdeckung hat offensichtlich viele Annahmen widerlegt. Zuvor galt das Gebiet als karg. Daraufhin setzte die NASA hochmoderne Aufklärungssatelliten ein, um den Baumbestand in ganz Westafrika zu erfassen. Sie nutzten einen ausgeklügelten Algorithmus, der von Forschern des Fachbereichs Informatik der Universität Kopenhagen entwickelt wurde. Dieser Algorithmus ermöglichte es Computern, Bäume in großen Gebieten schnell zu zählen und die Gesamtmenge rasch zu bestimmen. Die Untersuchung ergab die erstaunliche Anzahl von 1,8 Milliarden Bäumen auf 1,3 Millionen Quadratkilometern Land, was einem Durchschnitt von 13,4 Bäumen pro Hektar entspricht.

Fotos zeigen, dass mehrere Regionen in Westafrika bemerkenswerte Veränderungen durchgemacht haben, wobei unzählige Bäume in der Landschaft sprießen und gleichmäßig über den sandigen Boden verteilt sind.
Erwähnenswert ist, dass der von Experten der Universität Kopenhagen entwickelte Algorithmus ein Deep-Learning-Modell ist, das anhand der Form eines Baumes weitere Bäume identifizieren kann. Dadurch ist er in der Lage, Tausende von Satellitenbildern der NASA automatisch zu analysieren. Innerhalb weniger Stunden kann er die Anzahl der Bäume auf allen Satellitenbildern erfassen und so eine umfassende Baumkarte erstellen.
Würden wir manuell zählen, bräuchten wir wahrscheinlich ein ganzes Leben oder länger, um diese Aufgabe zu bewältigen. Das zeigt, welch enorme Erleichterungen Fortschritte in Wissenschaft und Technik für viele Bereiche der wissenschaftlichen Forschung mit sich bringen.












