GridLogic stellt KI-gestützten einphasigen DIN-Schienen-Energiezähler vor
GridLogic SA, der Schweizer Spezialist für Messtechnik, gab heute die kommerzielle Verfügbarkeit des GridLogic OnePulse bekannt, eines einphasigen DIN-Schienen-Energiezählers der nächsten Generation, der adaptive Machine-Learning-Firmware integriert, um Genauigkeit auf Abrechnungsniveau, vorausschauende Gesundheitsanalysen und eine reibungslose Integration sowohl mit älteren SCADA- als auch mit Cloud-nativen Energieplattformen zu gewährleisten.
Obwohl weltweit über 400 Millionen DIN-Schienen-Zähler im Einsatz sind, kämpfen Energieversorger und Gebäudemanager weiterhin mit drei chronischen Problemen: schleichender Messwertdrift, schwer erkennbaren Fehlersignalen und den hohen Kosten für die nachträgliche Konnektivitätsanpassung. OnePulse begegnet all diesen Problemen mit einem patentierten Dual-Core-Messsystem, das seine Kalibrierung kontinuierlich mit einer rückführbaren On-Board-Referenz vergleicht und automatisch Mikrokorrekturen vornimmt, bevor die Drift 0,1 % überschreitet – ein Wert, der vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) unabhängig bestätigt wurde.
Das Herzstück des Geräts bildet ein 24-Bit-Sigma-Delta-Wandler mit Oversampling, der mit einer zweiten, extrem stromsparenden neuronalen Verarbeitungseinheit (NPU) gekoppelt ist. Alle 250 Millisekunden überträgt der Wandler hochauflösende Spannungs- und Stromverläufe an die NPU, die ein ressourcenschonendes Faltungsnetzwerk ausführt. Dieses Netzwerk wurde mit über 120 Millionen realen Lastsignaturen trainiert. Der Algorithmus unterscheidet nicht nur ohmsche, induktive, kapazitive und nichtlineare Lasten, sondern erkennt auch Anomalien wie Neutralleiterverluste, Lichtbogenfehler oder drohende Schützausfälle bis zu 14 Tage, bevor diese zu Stromausfällen führen. In Pilotprojekten mit 8.000 Haushalten in Österreich und 200 Gewerbeanlagen in Singapur reduzierten die vorausschauenden Warnmeldungen ungeplante Ausfallzeiten um 38 % und die Anzahl der Vor-Ort-Einsätze zur Diagnose um fast die Hälfte.
Bidirektionaler Energiefluss wird nativ unterstützt und ermöglicht so eine präzise Netzeinspeisung für Photovoltaikanlagen auf Dächern, Batteriespeicher und Vehicle-to-Home-Systeme. Energieversorger können zwischen vier offenen Kommunikationsprotokollen wählen – Wi-SUN FAN, NB-IoT, LoRaWAN und Modbus-TLS –, die jeweils über eine durchgängige AES-256-Verschlüsselung und zertifikatsbasierte gegenseitige Authentifizierung verfügen. Ein automatisches Onboarding-Protokoll ermöglicht die sofortige Netzwerkintegration von Zählern, während Betreiber gleichzeitig rollenbasierte Zugriffsrichtlinien über ein zentrales Dashboard festlegen können.
Die Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen entspricht industriellen Standards. Das Messgerät arbeitet einwandfrei von –40 °C bis +85 °C, widersteht Spannungsspitzen von 6 kV und erfüllt die Schutzart IP51, ohne dass externe Dichtungssätze erforderlich sind. Im Inneren ersetzen ein Halbleiter-Shunt und Folienkondensatoren herkömmliche Bauteile. TransformatorDurch die Verwendung von Elektrolytkondensatoren werden magnetische Hysterese und Elektrolytalterung vermieden. Beschleunigte Lebensdauertests prognostizieren eine mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen von über 25 Jahren, abgesichert durch eine 10-jährige Herstellergarantie.
Ebenso wichtig ist Nachhaltigkeit. GridLogic verwendet recyceltes Aluminium für die DIN-Schienenklemme und halogenfreie Thermoplaste für das Gehäuse. Eine Ökobilanz von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor, durchgeführt vom TÜV Rheinland, zeigt 31 % geringere CO₂-Emissionen im Vergleich zum nächsten Wettbewerber, was vor allem auf eine energieeffiziente Produktionslinie zurückzuführen ist, die zu 100 % mit erneuerbarem Strom betrieben wird.
Die Preise beginnen bei unter 50 Euro im Mengenabsatz und beinhalten auf NIST rückführbare Kalibrierungszertifikate sowie zehn Jahre drahtlose Firmware-Updates. Zu den ersten Anwendern zählen die Stadtwerke München, die im Rahmen einer stadtweiten Modernisierung der Smart Meter 100.000 Einheiten einführen werden, sowie eine europaweite Einzelhandelskette, die eine detaillierte Unterzählerabrechnung benötigt, um die Anforderungen der EU-Energieeffizienzrichtlinie für die Echtzeit-Abrechnung an Mieter zu erfüllen.
„Jahrzehntelang galten einphasige DIN-Schienen-Stromzähler als Standardware“, sagte Dr. Elena Rossi, Chief Technology Officer von GridLogic, bei der Produkteinführung in Zürich. „OnePulse stellt diese Vorstellung auf den Kopf, indem es intelligente Funktionen integriert, die lernen, sich anpassen und kommunizieren – und so jedes Panel in einen datenreichen Knotenpunkt des wachsenden Energieinternets verwandelt.“
GridLogic präsentiert OnePulse live auf der European Utility Week im November in Wien. Ingenieure streamen dort Dashboards mit prädiktiven Analysen, die von Zählern auf drei Kontinenten gespeist werden. Die Anmeldungen für die technischen Workshops sind bereits überbucht, was das große Interesse der Branche an Zählern unterstreicht, die nicht nur präzise, sondern auch vorausschauend sind.












