China hat die Erde grüner gemacht, aber das bereitet Indien große Sorgen.
Sowohl die NASA als auch die Fachzeitschrift Nature haben Chinas Bemühungen zur Wiederbegrünung von Ökosystemen gelobt. Forschungsdaten zeigen, dass die weltweite Begrünung seit Anfang der 2000er-Jahre um 5 % zugenommen hat, was in etwa der Fläche des Amazonas-Regenwaldes entspricht. Davon entfallen 25 % auf China und 5 % auf Indien.

Chinas Beitrag zur Begrünung der Erde ist zwar beträchtlich und greifbar, doch Indiens Bemühungen, obwohl ebenfalls förderlich, unterscheiden sich qualitativ von denen Chinas. Daher geben Indiens Begrünungsbemühungen Anlass zu erheblicher Besorgnis. Woran liegt das?
Denn laut diesen Daten trägt Indien zwar 5 % zur globalen Begrünung bei, aber ein erheblicher Teil davon, nämlich über 82 %, stammt aus der Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzung.
Nach der massiven Ausweitung der Landwirtschaft kann der erhöhte Wasserbedarf der Nutzpflanzen zu einer Übernutzung des Grundwassers oder zu Bodendegradation führen. Wenn diese Gebiete schließlich für den Anbau ungeeignet werden, werden sie aufgegeben.
Darüber hinaus wächst die Bevölkerung Indiens weiterhin, und laut den Weltbevölkerungsstatistiken der Vereinten Nationen lag die Bevölkerung Indiens im April 2023 bei über 1,428 Milliarden, etwas höher als die Chinas mit 1,425 Milliarden.

Dies zeigt, dass die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten weiter steigen wird. Sobald jedoch ein neuer Engpass erreicht ist, wird Indien nach dem starken Bevölkerungswachstum und der damit einhergehenden steigenden Nachfrage nach Agrarprodukten weiter expandieren. Dadurch werden zukünftig noch mehr ehemals wüstenartige Flächen landwirtschaftlich genutzt. Die Aufforstung in Indien wird daher nicht nur erschwert, sondern könnte sogar die Wüstenbildung verstärken. Letztendlich nimmt die Grünfläche nicht zu, sondern ab – eine sehr besorgniserregende Entwicklung für Indien. Betrachtet man hingegen China, so sind zwar auch in anderen Ländern Veränderungen zu beobachten, diese fallen jedoch nicht so stark aus. Chinas Einfluss trägt maßgeblich zur globalen, nachhaltigen Entwicklung bei.











